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Warnung vor Datenverschlüsselung

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Falsche Inkassoagenturen verschicken Mahnungen, die Festplatten verschlüsseln!

Eine neue Welle der Erpressung durch Datenverschlüsselung rollt auf uns zu. Falsche Inkassounternehmen mahnen per Email nicht bezahlte Rechnungen, ohne den Bettrag zu nennen. Im Anhang ist eine ZIP-Datei, die beim Öffnen Java-Programme installiert. Diese laden dann Schadsoftware aus dem Internet, die die Festplatte verschlüsseln. Ein Beispiel:


Guten Tag,
unser Inkasso Büro wurden am 30.06.2017 von der Firma Bank Payment AG gebeten Ihre gesetzlichen Interessen in Ihrem Fall zu schützen
Wir erwarten die vollständige Zahlung einbegriffen der Mahnkosten bis spätestens 05.07.2017 auf unser Girokonto. Können wird bis zum genannten Datum keine Überweisung verbuchen, sehen wir uns gezwungen Ihre Forderung an ein Gericht abzugeben. Alle damit verbundenen Kosten werden Sie tragen müssen.
Aufgrund des andauernden Zahlungsrückstands sind Sie gezwungen zusätzlich, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 77,23 Euro zu tragen. Bei Rückfragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 72 Stunden. Um zusätzliche Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den ausstehenden Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 30.06.2017. Die detaillierte Forderungsausstellung Nr. 162459378, der Sie alle Buchungen entnehmen können, befindet sich im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Marvin Hahn

Durch den Hinweis auf den Anhang soll der verunsicherte Empfänger gnötigt werden, diesen zu öffnen. Es sind mehrere ähnliche Texte mit anderen Inkasso-Firmennamen und gleichem Strickmuster unterwegs, z.B von "Pnline Payment Inc". Wenn die Emailadresse aauf einen bestehenden Namen lautet, ist sogar die recherchierte Adresse direkt angegeben. Damit wirken die Mails noch glaubwürdiger, sind aber immer sehr individuell und clever getarnte Verschlüsselungsmails.